Entwicklung und Struktur der Wohn- und Wohnumweltbedingungen von Haushalten
mit Kindern unter 16 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland


1. Einleitung

    1.1 Vorbemerkung
    1.2 Forschungsfrage
    1.3 Gliederung der Arbeit
    1.4 Die Datenbasis
2. Wohnungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland
    2.1 Die Ausgangslage nach dem Zweiten Weltkrieg
    2.2 Eigenheimpolitik
    2.3 Die 'Filtering-Theorie'
    2.4 Der Soziale Wohnungsbau
    2.5 Subjekt- statt Objektförderung
    2.6 Mietregulierung und Kündigungsschutz
    2.7 Verteilungswirkungen der Wohnungspolitik
    2.8 Der Wandel in der Wohnungspolitik
3. Wohnungspolitik in der ehemaligen DDR
    3.1 Anfänge der Wohnungspolitik
    3.2 Die Wohnungsfrage
    3.3 Mieterschutz und Miethöhe
    3.4 Plattenbau als einheitliche Bau- und Siedlungsform
    3.5 Abbau sozialer Ungleichheit bei der Wohnungsversorgung
    3.6 Familienorientierung des Wohnungsbaus
4. Familienpolitische Maßnahmen zur Sicherstellung eines familiengerechten Wohnens in der Bundesrepublik Deutschland
    4.1 Zielsetzung
    4.2 Mittel der Zielverwirklichung
          4.2.1 Bereitstellen familiengerechter Wohnungen
          4.2.2 Neuordnung der Wohneigentumsförderung
          4.2.3 Fördermaßnahmen des Sozialen Wohnungsbaus
          4.2.4 Bausparförderung
          4.2.5 Familiengerechte Angebotsverbesserungen im Sozialen Wohnungsbau
          4.2.6 Begrenzung der Wohnkostenbelastung
          4.2.7 Subjekt- versus Objektförderung
5. Entwicklung und Struktur der Wohn- und Wohnumweltbedingungen
    5.1 Entwicklung der Haushaltsstrukturen
          5.1.1 Haushaltsgrößen
          5.1.2 Entwicklung der Haushalte mit Kindern
          5.1.3 Mehrpersonenhaushalte
    5.2 Entwicklung der Wohnbedingungen
          5.2.1 Altersstruktur der Wohngebäude
          5.2.2 Renovierungsbedürftigkeit
          5.2.3 Wohnraumversorgung
                   5.2.3.1 Versorgung mit Wohnräumen
                   5.2.3.2 Versorgung mit Wohnfläche
                   5.2.3.3 Beurteilung der Wohnungsgröße
          5.2.4 Ausstattung der Wohnungen
          5.2.5 Wohnen im Eigentum und zur Miete
    5.3 Entwicklung der Wohnumweltbedingungen
         5.3.1 Wohnhaustyp und Wohngebiet
                   5.3.1.1 Wohnhaustyp
                   5.3.1.2 Wohngebiet
         5.3.2 Infrastrukturmerkmale
                   5.3.2.1 Entfernung zum Kindergarten und zur Grundschule
                   5.3.2.2 Entfernung zu Grünanlagen
                   5.3.2.3 Entfernung zu öffentlichen Verkehrsmitteln
                   5.3.2.4 Entfernung zum nächsten Großstadtzentrum
         5.3.3 Beeinträchtigung durch Lärmbelästigung und Luftverschmutzung
    5.4 Entwicklung der Wohnkosten
         5.4.1 Einkommensstruktur
         5.4.2 Wohngeldleistungen
         5.4.3 Wohnkosten
                   5.4.3.1 Wohnkostenbelastung der Mieterhaushalte
                   5.4.3.2 Wohnkostenbelastung der Eigentümerhaushalte
                   5.4.3.3 Beurteilung der Mietbelastung
6. Schlußbetrachtung

Anhang

Literaturverzeichnis



Ausleihe:
Standort: UB, Zentralbibliothek Campus Haarentor – Ebene 1
Erscheinungsjahr: 1999
Umfang: 155 Bl graph. Darst.
weitere Angaben: Magisterarbeit
Notation: rau 771 PT 2531
Link: ORBISplus



1. Einleitung

1.1   Vorbemerkung

Jeder Mensch benötigt Wohnraum. Das Leben der Menschen wird erheblich durch ihre Wohnbedingungen beeinflußt. Aus diesem Grund ist das Problem, für jeden geeigneten Wohnraum zu schaffen, nicht nur für Privatleute, sondern auch für den Staat und die Regierung eine wichtige Aufgabe. Die Geschichte des Wohnungsbaus war und ist deshalb untrennbar mit der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der Bevölkerung verbunden.

Seit Beginn der menschlichen Zivilisation hat man sich mit der Form, dem Standort und der Erstellung menschlicher Behausung beschäftigt. Die frühesten Bauvorschriften, die detaillierte Hinweise auf die Reinheit der Struktur beim Wohnungsbau enthalten, finden sich im Kodex des babylonischen Königs Hammurapi aus dem 18. Jahrhundert vor Christus. Die Städteplanung der Griechen und Römer konzentrierte sich fast ausschließlich auf die Frage des optimalen Standortes der Stadt, und zwar unter dem Gesichtspunkt ihrer Verteidigung und Wasserversorgung. Diese beiden Aspekte blieben während des ganzen Mittelalters konstitutiv. Im Europa des 13. Jahrhunderts wurde die Stadt zum Handelszentrum und die Nachfrage nach städtischem Wohnraum stieg. Jahrhundertelang wurde dieser Bedarf durch relativ planlose Bebauung und ebenso unüberlegte Unterteilungen der bestehenden Gebäude gedeckt.

Mit dem Beginn der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert fand eine gewaltige Landflucht statt. Die Menschen strömten als Arbeitskräfte in die Städte, wo sie in Schuppen, Bahnhöfen und Fabrikkellern lebten, meist ohne Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen. Zur Behebung und Besserung dieser Situation wurden große Mietskasernen in enger Blockbebauung geschaffen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in fast allen europäischen Ländern Arbeitersiedlungen mit unterschiedlichen Wohnungsformen, die vielfach auf Initiative einzelner Industrieller und oft in Werksnähe errichtet wurden.

Die schon vor dem Ersten Weltkrieg zu beobachtende Tendenz zum Verlassen der Großstadtkaserne führte zum Bau von Nebensiedlungen, zu Reihenhaussiedlungen und mit steigender Verdichtung schließlich wieder zum Bau von Mietshäusern in traditionellem Blockbau, jedoch diesmal mit Unterbrechungen und Durchgängen zu Gartenhöfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland, neben dem Wiederaufbau im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus, insbesondere der Bau von Eigenheimen verstärkt unterstützt. Nach der Beseitigung der unmittelbaren Wohnungsnot und der allgemeinen Erhöhung des Lebensstandards richtete sich in der Bundesrepublik die Aufmerksamkeit zunehmend auf ungleiche Wohnbedingungen und deren Folgen.

Wohnraum spielt in der Gesellschaft eine komplexe Rolle. Die Bedeutung der Wohnung für das individuelle und familiale Leben ist so elementar, daß hierin "ein zentrales Element der kulturellen und zivilisatorischen Entwicklung überhaupt gesehen werden muß" (Schäfers 1995: 275). Die Unverletzlichkeit der Wohnung hat sich seit der Aufklärung und der Französischen Revolution als Menschen- und Bürgerrecht durchgesetzt und ist als solche im Artikel 13 des Grundgesetzes geschützt (ebd. 1995: 275).

Die Funktionen der Wohnung können grob in Primär- und Sekundärfunktionen unterschieden werden. Als Primärfunktionen lassen sich Schutz vor Witterung und Gefahr, Nahrungszubereitung und -aufnahme, Waschen und Schlafen nennen. Zu den Sekundärfunktionen zählen Kommunikation, Interaktion und Separation (Schwier 1974: 171). Die Qualität einer Wohnung bemißt sich vor allem nach ihrer Größe, der Ausstattung, der Wohnumwelt und dem dafür zu zahlenden Preis. Darüber hinaus sollte der Wohnraum heute auch noch über andere Qualitäten wie eine günstige Lage einschließlich der Nähe zum Arbeitsplatz, zu Einkaufs-möglichkeiten, Dienstleistungsunternehmen und Schulen verfügen.

Die Lebenswelt der Menschen wird von der Wohnung und der Wohnumwelt wesentlich mitgeprägt. Die Wohn- und Wohnumweltbedingungen bilden somit eine wesentliche Rahmenbedingung für das Familienleben und die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder. Gute Wohnverhältnisse sind daher Voraussetzung für ein gesundes und zufriedenes Leben.


1.2   Forschungsfrage

In dieser empirischen Analyse soll zunächst der Frage nachgegangen werden, wie die Wohnungspolitik seit Ende des Zweiten Weltkrieges in beiden deutschen Staaten aussah, welche unterschiedlichen Maßnahmen sie zur Lösung von wohnungspolitischen Fragen hervorbrachte und welche Maßnahmen in der Bundesrepublik Deutschland heute im Vordergrund stehen. Darüber hinaus wird auch auf die derzeitige Familienpolitik eingegangen, da diese untrennbar mit der Wohnungspolitik verknüpft ist.

Im zweiten Schritt wird die Entwicklung der Wohn- und Wohnumweltbedingungen von Haushalten mit Kindern unter 16 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland in der Zeit von 1986 bis 1996 dargestellt. Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, ob kinderreiche Haushalte  in ihren Wohnverhältnissen schlechter gestellt sind als Haushalte mit wenigen Kindern.

Das Ziel dieser Arbeit ist in erster Linie die deskriptive Darstellung der Entwicklung und Struktur der Wohn- und Wohnumweltbedingungen von Haushalten mit Kindern unter 16 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus soll aber auch aufgezeigt werden, ob und inwieweit politischer Anspruch und Realität übereinstimmen.


1.3   Gliederung der Arbeit

Zur Beantwortung der Fragestellung werden die Wohnungspolitik der Bundesrepublik Deutschland seit 1945 bis heute und die Wohnungspolitik der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik beschrieben. Hierbei geht es jedoch nicht um eine detaillierte Schilderung der in dieser Zeit ergriffenen zahlreichen wohnungspolitischen Maßnahmen, sondern lediglich um die Grundzüge und die wichtigsten Veränderungen der Wohnungspolitik. Dabei sollen die unterschiedlichen politischen Ansätze, Wohnungsbau-programme und Ziele der beiden deutschen Staaten deutlich werden. Ferner soll der kurze Überblick auch dem Verständnis und der Beurteilung der derzeitigen Wohnungssituation und Wohnungspolitik dienen, denn die aktuelle Situation auf dem Wohnungssektor ist zu einem guten Teil Resultat der vergangenen wohnungspolitischen Entscheidungen. Im Anschluß daran werden die familienpolitischen Maßnahmen zur Sicherstellung eines familiengerechten Wohnens beschrieben und Mittel zur Zielverwirklichung dargestellt. Hierbei soll unter anderem deutlich werden, daß Familienpolitik unmittelbar auch zugleich ein Teil der Wohnungspolitik ist.

Im Hauptteil der Arbeit folgt dann die Darstellung der Ergebnisse der Analyse der Wohn- und Wohnumweltbedingungen von Haushalten mit Kindern unter 16 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Dazu wird zunächst die Entwicklung der Haushaltsstrukturen aufgezeigt, um einerseits einen Einblick in die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Haushalte zu bekommen und andererseits um zu sehen, welche Haushaltsgrößen und -zusammensetzungen Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt nachfragen. Im Anschluß daran folgt die Beschreibung der Wohnverhältnisse von Haushalten mit Kindern unter 16 Jahren. Dazu werden die Altersstruktur der Wohngebäude, die Renovierungsbedürftigkeit der Häuser, die Versorgung mit Wohnräumen und Wohnfläche einschließlich der Beurteilung der Wohnungsgröße durch die Haushalte, die Ausstattung der Wohnungen sowie die Verteilung von Eigentümer- und Mieterhaushalten dargestellt. Anschließend werden die Wohnumweltbedingungen beschrieben. Zu den Wohnumweltbedingungen zählen der Wohnhaustyp, das Wohngebiet, die Infrastrukturmerkmale sowie die Beeinträchtigung durch Lärmbelästigung und Luftverschmutzung. Der letzte Abschnitt dieser Analyse beschäftigt sich mit der Wohnkostenbelastung und der Beurteilung der Mietbelastung durch die Haushalte.


1.4   Die Datenbasis

Grundlage der vorliegenden Ergebnisse ist die standardisierte und mündlich durchgeführte Interviewbefragung von Haushalten durch die Projektgruppe "Das Sozioökonomische Panel" (SOEP). Das SOEP ist eine repräsentative Längsschnittuntersuchung privater Haushalte, die seit 1984 existiert und im Juni 1990 auf das Gebiet der ehemaligen DDR ausgedehnt wurde. Regelmäßig im Frühjahr eines Jahres werden jeweils dieselben Haushalte, Personen und Familien in der Bundesrepublik Deutschland zu unterschiedlichen Themen befragt. Das zentrale Ziel der Panel-Befragung ist die Sammlung von repräsentativen "Mikrodaten" von Personen, Haushalten und Familien, um die Stabilität und den Wandel der Lebensbedingungen zu messen. Das SOEP besteht aus insgesamt vier Samples:



Alle Samples sind aus mehrstufigen Zufallsstichproben mit Gebietsauswahl gezogen worden. Befragt wurde stellvertretend für den gesamten Haushalt jeweils nur der Haushaltsvorstand. Dieser ist als die Person definiert, die am besten über die Belange des Haushalts und der anderen Haushaltsmitglieder Auskunft geben kann. Bei der Bestimmung des Haushaltsvorstands ist es wichtig, daß von der gewählten Person angenommen werden kann, daß sie den Fragenkatalog jedes Jahr beantworten kann. Dies ist insofern von Bedeutung, als dadurch das Risiko widersprüchlicher Aussagen vermindert wird.

Die Datenbasis dieser Analyse beruht auf dem Haushaltsfragebogen (s. Anhang) der Wellen C, E, G, I, K und M. In dem Datensatz fanden zunächst alle Haushalte (Bruttozahl) der Samples A (Deutsche, West), B (Ausländer), C (Deutsche, Ost) und D (Zuwanderer) Eingang. Im nächsten Schritt wurden alle Haushalte gelöscht, die in dem betreffenden Jahr nicht befragt wurden. Für die verbleibenden Haushalte (Nettozahl) wurden über die Personendaten die Nationalitäten geprüft, so daß eine Selektion nach deutschen und ausländischen Haushalten sowie nach Zuwandererhaushalten erfolgen konnte. Wie sich die einzelnen Wellen in den Jahren 1986 bis 1996 zusammensetzen, läßt sich aus Tabelle 1 entnehmen.

Die vorliegende Studie berücksichtigt ausschließlich Haushalte mit Kindern unter 16 Jahren und deutschem Haushaltsvorstand. Haushalte mit ausländischem Haushaltsvorstand und Zuwandererhaushalte bleiben im Rahmen dieser Arbeit unberücksichtigt. Einerseits hat dies den pragmatischen Grund, daß nur zwei statt vier Samples miteinander verglichen werden müssen, und andererseits ist der Ausländeranteil in Westdeutschland sehr viel höher als in Ostdeutschland, so daß unterschiedliche Wohnverhältnisse anhand der vorliegenden Daten nicht davon unterschieden werden können, ob sie beispielsweise Ergebnis unterschiedlicher Wohnansprüche sind, sich durch Diskriminierung am Wohnungsmarkt oder durch Ost-West-Differenzen erklären lassen.

Die bei den hier verwendeten Stichprobenarten üblicherweise auftretenden strukturellen Abweichungen (Über- bzw. Unterrepräsentation bestimmter sozio-demographischer Bevölkerungsgruppen) wurden durch eine faktorisierte Gewichtung ausgeglichen. Die Gewichtung stellt sicher, daß die der Beschreibung und Interpretation zugrundeliegende Stichprobe in ihrer Zusammensetzung der Struktur der Grundgesamtheit entspricht. Damit sind die Untersuchungsergebnisse dieser Arbeit repräsentativ und können auf die Grundgesamtheit  verallgemeinert werden. Die Gewichtung beruht auf den Hochrechnungsfaktoren der Projektgruppe SOEP am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Im Rahmen dieser Arbeit werden mittels Querschnittsanalyse die Entwicklung und Struktur der Wohn- und Wohnumweltbedingungen von Haushalten mit Kindern unter 16 Jahren analysiert. Diese Methode ist insofern ausreichend, als es hier um Bestandsgrößen und nicht um individuelle Wohnbiographien geht. Die Beschreibung und der Vergleich der Entwicklung der Wohnbedingungen werden größtenteils anhand des arithmetischen Mittels vollzogen. Das arithmetische Mittel identifiziert jeweils den Schwerpunkt der Verteilung und eignet sich am ehesten zur Charakterisierung der hier vorliegenden relativ symmetrischen unimodalen Verteilungen  (Benninghaus 1998: 49). Darüber hinaus werden auch klassierte Daten und Prozentwerte zur Beschreibung der Wohn- und Wohnumweltbedingungen verwendet, die besonders zur Darstellung der Struktur geeignet sind.

Aus dem hier zugrundeliegenden Datenmaterial mit seinen systematischen und zufälligen Fehlern, seinen Schwerpunkten und Lücken, ergeben sich die Grenzen der Analyse. So kann zum Beispiel nicht zwischen Stadt und Land unterschieden werden. Aus der Forschung ist zwar bekannt, daß selbst regionale Unterschiede enorm sein können, doch können im Rahmen dieser Arbeit die hier bestehenden Disparitäten in den Wohnverhältnissen nicht aufgezeigt werden, da die Daten im Haushaltsfragebogen des SOEP nicht abgefragt werden und eine Differenzierung zwischen Stadt, Land und einzelnen Regionen somit nicht möglich ist.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden eine Reihe von objektiven und subjektiven Indikatoren ausgewählt (vgl. Abschnitt 1.3). Die Wohn- und Wohnumweltbedingungen zwischen west- und ostdeutschen Haushalten werden dabei systematisch verglichen. Ein Vergleich der Ergebnisse mit einer Kontrollgruppe, d.h. mit kinderlosen Haushalten, ist im Rahmen dieser Arbeit nicht leistbar. Die Gruppe der kinderlosen Haushalte scheint als Kontrollgruppe aber ohnehin ungünstig zu sein, da sie zu heterogen ist und ein Vergleich somit wenig Sinn machen würde.




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